Retrofitting: Erfolgreicher Projektabschluss bei Rehm

Erfolgreich digitalisiert! Alte Maschine bei Rehm an das Produktionsleitsystem angebunden.

„Wir haben das Projekt erfolgreich abgeschlossen“, freut sich Daniel Arnold vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hannover. In sechs Monaten hat das Zentrum zusammen mit der Rehm Dichtungen Ehlers GmbH in Peine ein Konzept für die Integration externer Sensorik in eine alte Wasserstrahlanlage entwickelt und prototypisch umgesetzt. Arnold: „Damit haben wir den Weg geebnet für die zukünftige Einbindung alter Wasserstrahlanlagen beispielsweise in ein Produktionsleitsystem.“

Die Firma Rehm in Peine ist Hersteller für Flachdichtungen und artverwandte Produkte. Das 1962 gegründete Unternehmen beschäftigt 77 Mitarbeiter am Standort. Mit eingebunden in das Projekt war OEEsmart, der langjährige Partner der Firma Rehm. Als Hersteller von BDE und MDE Systemen hat OEEsmart die Expertise zur Definition von Produktionskennzahlen eingebracht.

Die im Projekt erarbeitete Konzeption war für Rehm Anlass weitere Digitalisierungsschritte einzuleiten. Rehm-Geschäftsführer Sören Adam: „Das Sensorkonzept für die alte Wasserstrahlanlage war Grundlage für die Konfiguration einer neuen Anlage, die wir inzwischen bestellt haben.“

Aber auch die alten Wasserstrahlanlagen sollen weiter fit gemacht werden für eine digitale Einbindung in das Produktionsleitsystem. Rehm und OEEsmart wollen den im Projekt umgesetzten prototypischen Aufbau der alten Wasserstrahlanlage mit einem Dienstleister nun industrietauglich machen und auf mindestens zwei alte Maschinen ausrollen.

„Um einen Überblick über die Gesamtproduktion zu erhalten, ist es unabdingbar, Kennzahlen von den alten Maschinen zu bekommen. Sie sind unsere mit Abstand am stärksten ausgelasteten Maschinen. Die durch das Projekt mit dem Kompetenzzentrum ermöglichten neu gewonnenen Informationen werden wir zukünftig für die Potenzialanalysen der Wasserstrahlanlagen nutzen,“ erläutert Geschäftsführer Adam.

Die Anbindung der alten Wasserstrahlanlagen ermöglicht die Ermittlung der tatsächlichen Kosten der einzelnen Maschinen. Auf dieser Grundlage lassen sich die Maschinenstundensätze erstmals berechnen. Rehm kann die Preise für die Produkte des Unternehmens damit präziser und schneller kalkulieren und Maschinenparameter können produktspezifisch angepasst werden. Dadurch erhöht sich nicht nur die Effizienz der Maschine, sondern auch die Qualität der Bauteile.

Die Zusammenarbeit hat gepasst: (v.l.n.r.) Marcel Nunweiler (Rehm), Thomas Wrubel (Student), Sören Adam (Rehm), Daniel Arnold (Kompetenzzentrum), Markus Bruder (OEEsmart)

Geschäftsführer Adam ist mit der Umsetzung rundum zufrieden: „Die schnelle Umsetzung und die prognostizierte kurze Amortisationszeit im Projekt mit dem Kompetenzzentrum sind für KMU, wie wir es sind, von großer Bedeutung. Die vorgesehenen Maßnahmen im Projekt unterstützen uns, Arbeitsplätze bei uns zu erhalten und zu schaffen.“

Weitere Informationen zum Retrofitting alter Maschinen sind in einem gemeinsamen Leitfaden der Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren Hannover und Hamburg zusammengestellt: Link

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